Ausgewählt und zusammengestellt von
Rudolf Koller
Obertägige Bodendenkmäler
im Landkreis Erding
Altwege
Altwege stellen zusammen mit Wölbäckern jene Arten von Bodenmerkmalen vergangener Zeiten,
die, mit wenigen Ausnahmen, nicht zu den Bodendenkmälern im Sinne des Denkmalschutzgesetzes zählen.
Gleichwohl finden sich im Landkreis an zahlreichen Stellen eindrucksvolle Beispiele für ehemalige Verkehrswege.
Oft folgen moderne Straßen den alten, vielleicht seit Jahrhunderten benutzten Wegen.
Viele Wege wurden jedoch auch zugunsten einer neuen Streckenführung verändert.
Die Änderung von Streckenführungen haben vielfältige Ursachen. Zu berücksichtigen sind dabei auch
übergeordnete geschichtliche Prozesse die oftmals dazu führten, dass sich Wegeziele neu ausrichten.
Sehr eindrucksvoll sind so genannte Wegebündel, die sich oft an Hanglagen beobachten lassen.
Es handelt sich vermutlich um sehr lange Zeit benutze Wege , bei denen die Trassen im Laufe
der Zeit mehrmals links oder rechts des Weges neu begangen wurde um ein bequemeres Reisen
als in tief eingeschnittenen Hohlwegen zu ermöglichen. Je nach Länge der Zeit, in der solche Wege
begangen wurden, finden sich oft mehrere, nebeneinander laufende Wegtrassen. Für die Darstellung
auf dieser Website wurde ein Beispiel am Hang, unmittelbar westlich der Hügelgäber von Hubberg, gewählt.
Das Wegebündel führt direkt an den dortigen Grabhügeln vorbei, ohne sie zu berühren oder gar zu beschädigen.
Eine Altersbestimmung von Altwegen ist bisweilen sehr schwierig und oft unmöglich.
Diese Altwege finden sich unmittelbar westlich der Grabhügel von Hubberg