Die frühesten Zeugnisse menschlicher Anwesenheit im Landkreis Erding haben ein Alter von 9000-10000 Jahren.
Seit 2000 v.Chr. ist eine rege Siedlungstätigkeit zu verzeichnen. Reichhaltige archäologische Funde und eine fast
unglaubliche Vielzahl von Spuren sind im Landkreis als so genannte Bodendenkmäler im Gelände erfasst und belegt.
Das Denkmalschutzgesetz erfasst sinngemäß Bodendenkmäler als bewegliche oder unbewegliche Sachen,
bei denen es sich um Zeugnisse, Überreste oder Spuren handelt, die durch Ausgrabungen und Befunde, sowie durch
Funde an beweglichen Gütern (Grabbeigaben, Keramik u.a.) zur Quelle wissenschaftlicher Erkenntnis werden.
Reste von Siedlungsbauten, Befestigungsanlagen und auch Gräber fallen darunter. Der zeitliche Rahmen dieser
Darstellung umfasst im Wesentlichen die Bronzezeit ab etwa 2000 v.Chr. bis zum Ende des Mittelalters um 1500.
Aus früherer Zeit sind nach derzeitigem Kentnissstand keine obertägigen Spuren im Landkreis vorhanden.
Im einzelnen sind noch obertägig sichtbar :
16 Funstellen mit Grabhügeln Zeitstellung in der Mehrzahl vermutlich mittlere Bronzezeit 1600–1200 v.Chr.
5 spätkeltische Viereckschanzen des 2./1. Jh´s v.Chr.
9 Wall-/Grabenanlagen mit Abschnittsbefestigungen des Früh- u.Hochmittelalters ab dem 5. bis zum 16 Jh.
2 Turmhügel des Frühmittelalters / Hoch-Mittelalters ab dem 7./8. Jh. bis zum 12./13. Jh.
7 Burgställe des Früh- u.Hochmittelalters ab dem 5. bis zum 16 Jh.
Mittelalterliche Wölbäcker und Altwege (Als sichtbares Bodenmerkmal in diese Liste aufgenommen.
                               Sie zählen nicht zu Denkmälern im Sinne des Denkmalschutzgesetzes.)
Ausgewählt und zusammengestellt von
Rudolf Koller
Obertägige Bodendenkmäler
im Landkreis Erding